Qualm macht Haus unbewohnbar

 

Noch unklar ist die Ursache eines Feuers, das am Nachmittag in Kirchleus ein Wohnhaus wohl für längere Zeit unbewohnbar gemacht hat.
Polizei und Feuerwehr gehen nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt im Keller des Anwesens aus.

Eheleute können sich retten

Eine Nachbarin bemerkte kurz nach 16 Uhr das Feuer in dem dreistöckigen Einfamilienhaus und verständigte das darin wohnende Paar. Die Eheleute konnten sich ins Freie retten. Der 59- jährige Hauseigentümer unternahm eigene Löschversuche und erlitt eine Rauchgasvergiftung. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.
Die örtliche Wehr sowie die Wehren aus Lösau und Weißenbrunn waren rasch vor Ort. Auch die Kulmbacher Wehr wurde alarmiert. Den Brandherd lokalisierten die Helfer schnell im Keller. Zu diesem Zeitpunkt war bereits das ganze in einen Hang gebaute Gebäude verqualmt: Durch das Treppenhaus und offen stehende Türen war der Rauch bis ins Dachgeschoss gezogen. Die Wehr setzte auch die Drehleiter ein, um das Gebäude von oben zu sichern.
Zu diesem Zeitpunkt haben sich in der schmalen, ansteigenden Straße, in der die schweren Feuerwehrfahrzeuge gerade eben Platz fmden, bereits viele Schaulustige eingefunden. Sie beobachten, wie die Feuerwehr Kartons und Hausrat ins Freie schafft und mit Wasser ablöscht:
Das Risiko, dass sich Glutnester gebildet haben und das Feuer erneut ausbricht, ist hoch. Erst in den Abendstunden rücken die letzten Feuerwehrleute wieder ab. Ein Mann hat sich bei den Löscharbeiten am Fuß verletzt.
Die Kripo sucht nun nach der Ursache des Feuers. "Wir gehen derzeit davon aus, dass es im Keller ausgebrochen ist", sagt Pressesprecher Alexander Czech. Über den Schaden kann er noch nichts sagen. "Das Gebäude ist komplett verrußt. Wir gehen von 50 000 Euro Schaden aus."

 

Foto + Text: Rundschau Kulmbach

zuletzt geändert am 12.10.2011